60. Internationale Polizeisternfahrt 2006 in Gelsenkirchen, Deutschland

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Bericht


 

808 Sternfahrer trafen sich in GELSENKIRCHEN / D zur
Polizei-Europameisterschaft im Motorsport:
4. Lauf der IPMC-Europameisterschaft (2003 - 2006) im Rahmen
der 60. Internationalen Polizeisternfahrt Gelsenkirchen vom 25. bis zum 28. Juli 2006

Nach 1994 kamen wieder 808 Sternfahrer aus 11 Nationen ins Ruhrgebiet zur 60. Internationalen Polizeisternfahrt Gelsenkirchen. Gastgeber war die Motorsportabteilung des Polizei-SV.

Im Gästehaus Heege standen 350 Betten zur Verfügung, weitere Sternfahrer konnten in den Gelsenkirchener Hotels unterkommen. Den Campern bot der Veranstalter Stellplätze am Haus Heege an, so dass der der größte Teil der Sternfahrer zusammen an einem Ort untergebracht werden konnte. Auch der Wettergott war den Sternfahrern wohl gesonnen: er drückte das Thermometer ganz weit nach oben…

So war die Zieleinfahrt an der Vision-Festhalle in Gelsenkirchen recht schweißtreibend. Nach der Zieldurchfahrt konnten die Teilnehmer ihre Unterlagen in der Halle abholen. Dabei war auch ein Gutschein für ein T-Shirt, das sich jeder Teilnehmer selbst aussuchen konnte. Damit hatte jeder seine passende Größe.

Um 19:00 Uhr wurden alle Sternfahrer offiziell begrüßt. OK-Chef Klaus-Peter Reimer hieß alle Sternfahrer in ihrer Landessprache „herzlich Willkommen“. Der Schirmherr dieser Veranstaltung, Gelsenkirchens Polizeipräsident Rüdiger von Schoenfeldt, wünschte allen angenehme Tage in Gelsenkirchen. Bürgermeister Klaus Hermandung griff den Slogan der Fußball-WM auf und meinte, alle Sternfahrer sind in Gelsenkirchen „zu Gast bei Freunden“. IPMC-Präsident Reinhard Moser eröffnete offiziell diese Sternfahrt unter Abspielen der Deutschland- und der Europahymne. Im Anschluss daran wurden die Sieger der Sternfahrtwertung geehrt. Es war wieder weit nach Mitternacht, als die letzten Feiernden ihr bett erreichten…

Am 2. Tag standen die EM-Läufe auf dem Programm: Auf dem Busparkplatz vor der Schalke-Arena gab es einen PKW-Slalom, daneben für die Motorrad-Fahrer ein Geschicklichkeitsturnier. Toyota „Glückauf“ stellte 4 Yaris zur Verfügung, BMW Essen die Motorräder. Beide Parcours entsprachen „den Anforderungen eines EM-Laufes“, so Sportkommissar Christian Rosner. Und, die EM bleib spannend bis zur letzten Minute, denn der Veranstalter ließ die 10 Führenden zum Schluss starten. Um 18:00 standen dann die Europameister der 5. Runde (2003 – 2006) fest:

PKW Einzel: Thomas Schramm - PSV Linz
Motorrad Einzel: Robert Krack - PMS Kassel
PKW Mannschaft: PSV Linz
Motorrad Mannschaft: LPSV Steiermark

Die Platzierungen der EM-Wertung entnehmen Sie bitte dem Link Europameisterschaft.

Nach dem Motorrad-Turnier gab es dann für den Nachwuchs ein Fahrrad-Geschicklichkeitsturnier. Ein Versuch, der sich aber bewährt hat und in Zukunft mit in Programm genommen werden sollte.

Parallel dazu fanden Ausflugsfahrten durchs Ruhrgebiet und zum Archäologischen Park nach Xanten statt.

Auch am 3. Tag fanden Ausflugsfahrten durchs Ruhrgebiet und zum Archäologischen Park nach Xanten statt. Die Delegierten kamen im Haus Heege zum Kongress zusammen. Präsident Reinhard Moser konnte als Ehrengäste den Schirmherrn der Veranstaltung, Rüdiger von Schoenfeldt, die Ehrenmitglieder der IPMC Günter Bender, Adolf Lepka, Roel Paling und Leo Ineichen, sowie die frühere Protokollführerin Hilde Hammermeister, die im Alter von 87 Jahren nach 23 Jahren wieder einmal an einer Sternfahrt teilgenommen hatte, es war ihre 30.

Ein breiter Raum nahm das Auftreten einiger Sternfahrer aus der Ukraine ein: Sie haben diese Veranstaltung offenbar dazu benutzt, um in erster Linie „Geschäfte zu machen“. Dies wird vom Präsidium und von den Delegierten missbilligt und schadet dem Ansehen der Sternfahrt und des IPMC Präsidiums. Der Veranstalter konnte dazu noch Bespiele aus Gesprächen mit der Deutschen Botschaft in Kiew geben. Die Folge war auch, dass 70 Sternfahrern aus der Ukraine die Einreise verwehrt wurde.

Der Kongress legte auch die Veranstaltungsorte der nächsten Jahre fest:

2007: Erfurt / D

2008: Graz / A

2009: Danzig /PL

2010: noch nicht vergeben

2011: Moskau

Am Abend dieses Tages nahmen 200 Sternfahrer das Angebot an, in der Ski-Halle Bottrop die Piste herunterzufahren – und das bei 38° Außentemperatur!

Der letzte Tag begann für die Motorradfahrer mit einer Ausfahrt durch Bergische Land. Am Abend wurden dann die Sieger des Fahrrad-Turniers und des 4. EM-Laufes geehrt. Anschließend betraten dann die Europameister der EM-Runde 2002 – 2006 die Bühne und wurden entsprechend ausgezeichnet. Bevor die Sternfahrt zu Ende ging wurde der „Richard Weber Pokal“ ausgelost: Dynamo Escort Moskau muss ihn nun bis zur nächsten Sternfahrt pflegen.

Schirmherr, Veranstalter und IPMC-Präsident bedankten sich für die schönen Tage in Gelsenkirchen und wünschten allen Sternfahrern eine angenehme Heimreise und ein gesundes Wiedersehen in Erfurt.

Und dann gab es beim Veranstalter lange Gesichter: Denn 5 Minuten bevor die IPMC-Fahne an Erfurt übergeben wurde, müssen „Langfinger“ den linken Banner der Fahne entwendet haben. Trotz wiederholter Aufforderung auch in den Landessprachen der Teilnehmer blieb dieser Banner verschwunden. So musste die Fahne dann unvollständig an Erfurt übergeben werden.

Danach stimmte die Kapelle dann das Sternfahrerlied an und die 60. Internationale Polizeisternfahrt Gelsenkirchen 2006 war beendet.

Fazit:

Für den Chronisten ist es schwer, nunmehr ein Fazit zu ziehen, da er ja als Ausrichter auf der anderen Seite stand. Doch die vielen E-Mails bewiesen , dass Gelsenkirchen eine ordentliche Sternfahrt präsentiert hat.

Endlich lag die Teilnehmerzahl wieder über 800, die Hoffnung wächst, dass dies auch in den nächsten Jahren so bleibt.

Ärgerlich, dass es möglich war, unter den Augen des Veranstalters und der 800 Sternfahrer den Banner der IPMC-Fahne zu entwenden. Müssen wir nun die Fahne ständig bewachen?

Allen Sternfahrer sei noch einmal die Idee Richard Webers in Erinnerung gerufen: Er hatte den Gedanken, man könne durch internationale Begegnungen Land und Leute einander näher bringen, Ressentiments abbauen und gegenseitiges Verstehen erzielen.

Ist dieser Gedanke in Gelsenkirchen verloren gegangen?

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