Chronik IPMC

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Rückblick auf die internationalen Polizeisternfahrten

IPMC - Was ist eigentlich darunter zu verstehen?

Diese Frage stellt sich, denn jedes Jahr treffen sich unter dem Emblem der International Police Motor Corporation (IPMC) rund tausend Menschen in jeweils einer anderen europäischen Stadt bei einer internationalen Sternfahrt. Es ist gut zu wissen, dass es sich bei diesen Menschen nicht um irgendeine Gruppe handelt, die irrealen Wunschträumen nachhängt, sondern um Menschen, die in Beziehung zum Polizeiberuf stehen. Es sind Polizeibeamte im weitesten Sinne, deren Familienmitglieder und Polizei-Motor-Sportler. Die Ergänzung Polizeibeamte "im weitesten Sinne" ist notwendig, weil die polizeiliche Organisation in Europa nicht einheitlich ist und auch der formale Begriff in den einzelnen Ländern voneinander abweicht. So umfasst die Gruppe natürlich auch den Bundesgrenzschutz, aber auch die gerichtliche Polizei in Belgien, die verschiedenen Polizeien Italiens, die Zollbeamten der europäischen Länder, die Finanzpolizei sowie die Militärpolizei bzw. die Feldjäger. Eines jedoch haben sie gemeinsam: sie sind Motorsportler. Das Kraftfahrzeug spielt bei ihren Treffen eine bedeutende Rolle.

Ende der zwanziger Jahre hatte ein Polizeioffizier in Hamburg - der spätere Oberst der Schutzpolizei, Richard Weber, - den Gedanken, man könne durch internationale Begegnungen Land und Leute einander näher bringen, Ressentiments abbauen und gegenseitiges Verstehen erzielen. Für die damalige Zeit eine kühne Idee. Das aufkommende Verkehrsgeschehen - Polizeibeamte fuhren schon vermehrt eigene Kraftfahrzeuge - forderte geradezu einen sportlichen Leistungsvergleich heraus. Der nachfolgende historische Rückblick gibt stichwortartig die einzelnen Stationen der Internationalen Polizeisternfahrt wieder - es soll ein Anhaltspunkt und eine Erinnerung sein - nicht mehr!


 

ES BEGANN IN HAMBURG 1930

Im gleichen Jahr war es, als sich die verantwortlichen Männer der "Sportvereinigung der Polizei Hamburg 1920 e.V." Gedanken darüber machten, wie man die Sportwoche anlässlich des 10-jährigen Vereinsbestehens gestalten sollte. Der Obmann der Motorsportabteilung, Richard Weber, beriet sich lange mit den Mitarbeitern im Vorstand. Man erinnerte sich, dass die Hamburger Polizeibeamten schon einmal ein Kind des Motorsports, die "Nachtorientierungsfahrt", in die Welt gesetzt hatten und sich seitdem als "Erfinder" dieser neuen Sportart betrachten durften. Warum, so sagte man sich an der Waterkant, sollten sich nicht einmal alle jene Polizisten auf dem Kontinent, die längst auf Funk- und Drahtwegen zusammenarbeiten, persönlich kennen lernen? Warum sollten die Funker und die Kraftfahrer, die Revierpolizisten und Kriminalisten nicht wenigstens einmal im Jahr sich mit fahrbaren Untersätzen versehen und sich an einem Orte treffen. Europäische Zusammenarbeit über die trennenden Grenzpfähle hinweg, das war der ehrliche und grundlegende Gedanke der Motorsportabteilung der Sportvereinigung der Polizei Hamburg.

Und diese Idee wurde zur Tat. Die Geburtsstunde der "Internationalen Polizeisternfahrten" war gekommen!

Die 1. Internationale Polizeisternfahrt Hamburg fand vom 27. Mai bis 1. Juni 1930 unter Beteiligung vieler deutscher Polizeiverwaltungen und mit mehr als 500 Teilnehmern aus den nordischen Ländern, aus Österreich und der Tschechoslowakei statt. Noch heute gilt die seinerzeit als Leitsatz aufgestellte Zielsetzung: "Das Zusammentreffen aller motorsportfreundlichen Polizeibeamten des In- und Auslands dient der Aussprache über berufliche und sportliche gemeinsame Interessen, der Förderung des fahrtechnischen Könnens und des verkehrstechnischen Wissens, der Pflege der Kameradschaft und besonders der Freundschaft über alle Ländergrenzen hinweg."

Folgender Artikel erschien am 30.04.1930 in den Hamburger Nachrichten:

"Teilnahmeberechtigt sind die Polizeibeamten Deutschlands und der europäischen Länder und darüber hinaus alle Mitglieder, die einem der in der Obersten Nationalen Sportkommission und der Obersten Motorsportbehörde zusammengeschlossenen Verbände angehören."

"Im Nenngeld in Höhe von 3.-- RM für Motorräder und 5.-- RM für Kraftwagen ist für Polizeiangehörige freie Übernachtung im Polizeihaus eingeschlossen und für alle Teilnehmer freies Parken auf dem Polizeihof Bundesstraße." (Hamburgischer Correspondent vom 4. Mai 1930)

 


 

1931: DANZIG

Im damaligen Freistaat Danzig wurde bei der 2. Internationalen Polizeisternfahrt der erste "Kongress" abgehalten. Der deutsche Reichsausschuss für Polizeisport hatte einen Vertreter (Beobachter) entsandt. Von diesem Zeitpunkt an wurde der Gedanke dieser Sternfahrt auch amtlich gefördert, jedoch verblieb in Deutschland die Initiative bei den Polizeisportvereinen, da die Länder (Polizei ist Ländersache) selber mit größten Schwierigkeiten bei der Motorisierung zu kämpfen hatten.

"Die schöne, alte Hansestadt Danzig war gleichzeitig der östlichste Punkt, den unsere Sternfahrer berührten," schrieb ein Chronist. Doch seit 1992 hat dieser Satz keine Gültigkeit mehr!

In der Danziger Zeitung vom 31.08.1931 kann man über die Sternfahrt folgendes nachlesen: 334 Teilnehmer, darunter zwei Damen, erreichten das Ziel - 108 Kraftwagen und 226 Kräder. Entsprechend der Ausschreibung mussten an sechs Tagen pro Tag mindestens 100 Kilometer, höchstens 500 Kilometer gefahren werden. Sieger war der Teilnehmer mit den meisten Kilometern. So siegte der Hamburger Kollege Düwel mit 3890 gefahrenen Kilometern. Die Fahrtstrecke: Hamburg - Braunschweig - Marburg - Heidelberg - Rheinbrücke Kehl - Paris - Orleans - Tours - Poitiers - Bordeaux - Biarritz - Toulouse - Narbonne - Besancon - Belfort - Breisach - Berlin - Danzig. "Dr. Ing. Düwel, der Beamter der Hamburger Polizei ist, hat seine vorjährige Leistung bei um einen Tag längerer Fahrzeit um rund 1.000 Kilometer verbessert. Leider passierte ihm auf der Fahrt in Nürnberg ein Verkehrsunfall, der ihn aber nicht hinderte, mit verbundenem Fuß weiterzufahren. Der Unfall erwies sich aber so schwer, dass er sich heute in Danzig in ärztliche Behandlung begeben musste und voraussichtlich für acht Tage ans Bett gefesselt sein wird", so die Danziger Zeitung vom 02.09.1931. Übrigens: Dr. Düwel war mit dem Motorrad unterwegs! Beste Mannschaft war mit 15 Teilnehmern und 19.182 Kilometern das Team aus München.

Die Siegerehrung im "Roten Saal" des Kurhauses Zoppot war für alle Teilnehmer ein Erlebnis.



1932: KAISERSLAUTERN

Die 3. Internationale Polizeisternfahrt führte nach dem Westen, zur Stadt im Herzen des weitläufigen Pfälzer Waldes: Kaiserslautern. Wie uns Teilnehmer dieser Fahrt mitteilten, gehörte die Exkursion durch die Pfalz zu einer der schönsten Unternehmungen.

Drei Bereitschaften der Bayerischen Bereitschaftspolizei bereiteten den aus Europa und Afrika (!) gestarteten Polizeisternfahrern vor den "Fruchthallen" (Marktplatz) in Kaiserslautern einen einmaligen Fackelzug. Erstmalig nahmen auch Radsportler aus fünf Nationen teil. Die Berliner Mannschaft mit 45 Teilnehmern unter Führung von Polizei-Oberleutnant Walter W. Steinke siegte in dieser Disziplin vor Leipzig und einer ungarischen Mannschaft.

Ein Kuriosum : Da der geplante Termin dieser Sternfahrt kurzfristig verschoben werden musste, wurde für die Mannschaft des Militärmotorsportclubs Rostock bereits im Juli eine "Vor-Sternfahrt" durchgeführt.

In diesem Jahr wurde zum ersten Mal der "Kronprinz-Rupprecht-Wanderpokal" vergeben: ihn erhielt die Polizei Kaiserslautern.



1933: DRESDEN

"Ratternde Motoren auf allen Fernstraßen, Wagen verschiedenster Arten und Größen, Räder mit und ohne Seitenwagen - und alle ein Ziel: Sachsens Landeshauptstadt Dresden. Das ist die internationale Polizeisternfahrt 1933 veranstaltet vom Motorsportclub der Schutzpolizei Dresden (ADAC)," schrieb die Dresdner Zeitung vom 28.08.1933. "Der erste Kraftwagen, der das Ziel erreichte, war ein hellblauer 36-er Stoewer-Sportwagen mit Frontantrieb."

In Dresden nahmen die deutschen Polizisten für lange Zeit Abschied von vielen Freunden aus dem Ausland. Die politischen Ereignisse dieses Jahres überstürzten sich. Am 30. Januar wurde Hitler Reichskanzler, der Reichstagsbrand, der Tag von Potsdam, das Ermächtigungsgesetz, die Berufung von Reichsstatthaltern in allen Ländern, die Auflösung von Parteien und Gewerkschaften, der Austritt aus dem Völkerbund - das waren die wichtigsten Ereignisse und Daten dieses Schicksalsjahres. Aber dennoch blieb Dresden in guter Erinnerung. Unsere Sternfahrer lernten nicht nur die Pracht dieser Stadt kennen, sondern sie besuchten auch die idyllische Sächsische Schweiz und verbrachten einen erlebnisreichen Tag in Meißen.

Gewinner des Kronprinz-Rupprecht-Wanderpokals war der PSV Darmstadt.



1934: NÜRNBERG

Die 5. Internationale Polizeisternfahrt führte die Teilnehmer vom 4. bis 6. August nach Nürnberg, der Stadt Albrecht Dürers. Durch den Tod von Reichspräsident von Hindenburg wurden alle geselligen und festlichen Veranstaltungen abgesagt. Die sportlichen Wettbewerbe wurden aber durchgeführt. "Diese Sternfahrt übertraf hinsichtlich der aktiven Beteiligung alle bisherigen Sternfahrten der Polizisten, sie war aber auch vielleicht die nässeste und anstrengendste, denn Sturm und Regen jagte während der Fahrtage durch Deutschlands Gaue und stellten an Fahrer und Maschine die denkbar größten Anforderungen," so die Nürnberger Zeitung vom 06.08.1934. Gewinner des Kronprinz-Rupprecht-Wanderpokals war wieder der PSV Darmstadt.

Schon in diesem Jahr machte sich die kommende Umorganisation innerhalb der deutschen Polizei bemerkbar. Die weitere Durchführung von Polizeisternfahrten wurde plötzlich fragwürdig. Überhaupt wurde der gesamte Sport - und insbesondere der Motorsport - von "nationalen Kräften" beeinflusst, von Kräften also, denen das Wort "international" im Hals stecken blieb. So konnte es keine Überraschung sein, dass sich kaum jemand fand, der die kommende Sternfahrt übernehmen wollte. Dabei hatte man schon seit geraumer Zeit mit dem Gedanken gespielt, die Durchführung einer Sternfahrt einmal einer ausländischen Polizeidienststelle zu überlassen, damit der internationale Charakter der Veranstaltung noch deutlicher zum Ausdruck kommen sollte.



1935: FRANKFURT AM MAIN

Zum Glück erklärten sich unsere Frankfurter Kollegen bereit, die 6. Internationale Polizeisternfahrt durchzuführen. Den Teilnehmern ist in ihrem Gedächtnis besonders der Empfang auf dem altehrwürdigen Römerberg und die Besichtigung der damals noch unzerstörten Altstadt haften geblieben. Gewinner des Kronprinz-Rupprecht-Wanderpokals wurde die MSA/PSV Frankfurt/Main. Der ein Meter hohe Bronzeadler der Adlerwerke auf seinem Marmorsockel wurde nach dem Krieg noch im Café Westend - Ecke Reuterweg/Grüneburgweg - in Frankfurt gesehen, ist jedoch nach Umwandlung des Cafés in eine Sparkassefiliale im "Untergrund" verschwunden.....

Diese 6. Internationale Polizeisternfahrt sollte für 17 Jahre die letzte sein, da die Spannungen mit dem Ausland immer größer wurden. Der Gedanke an die völkerverbindende Kraft dieses motorsportlichen Ereignisses wurde in den Hintergrund gedrängt!

 


 

1952: SALZBURG - EIN NEUER BEGINN!

353 Fahrzeuge mit über 600 Sternfahrern der Polizei aus fünf Nationen trafen sich im Juli bei den österreichischen Polizeikameraden in Salzburg und legten damit den Grundstein zu einem neuen Anfang. Mit offenen Herzen wurden die Sternfahrer aus der Schweiz, aus Italien, Österreich und der Bundesrepublik Deutschland in dieser Stadt empfangen. Für alle, die sich an der Sternfahrt nach Salzburg beteiligten, wurden diese Julitage zu einem persönlichen Erlebnis, und sie nahmen gleichzeitig die Gewissheit mit nach Hause, dass das Wort Kameradschaft bei den österreichischen Polizeibeamten keine leere Phrase bedeutet, sondern dass innerhalb der österreichischen Exekutive die Kameradschaft gehütet und gepflegt wird - im wahrsten Sinne des Wortes.

Nie vergessen dürfen wir aber auch, dass es Polizeikameraden aus Salzburg waren, die den Grundstein zur neuerlichen Verbrüderung der Polizeiangehörigen in Westeuropa legten.



1953: BASEL

Am 18. und 19. Juli war Basel Zielort der 8. Internationalen Polizeisternfahrt. Hauptmann Ramseyer vom Polizei-Motorsport-Club Basel bescherte den aus Österreich, Deutschland, Italien, Holland und dem Saarland gekommenen Polizeisportlern unvergessliche Sternfahrertage, an die die Beteiligten sich heute noch gerne erinnern.



1954: MÜNCHEN

Im Sommer 1954 kamen weit über 1.400 Teilnehmer mit fast 800 Fahrzeugen. Bei dieser Sternfahrt waren bereits sieben Nationen vertreten. In guter Erinnerung blieb der große Festabend mit Künstlern von Funk und Fernsehen und die Korsofahrt durch die Innenstadt, die für den gesamten übrigen Verkehr gesperrt war.



1955: HAMBURG

Zum zweiten Mal präsentierte sich das "Tor zur Welt" als Sternfahrtziel.

Es waren warme Sommertage. Damals war gerade ein Vierteljahrhundert seit der Gründung der Internationalen Polizeisternfahrt vergangen. Mehr als 1.500 Freunde aus acht Ländern verlebten ereignisreiche Tage. Die Veranstaltungen waren wirklich eine "Wucht", insbesonders, wenn man an die schöne Helgolandfahrt und an den Festabend in "Planten und Blomen" denkt.

Besonderes Aufsehen erregten mehrere ägyptische Polizeioffiziere in ihren dekorativen Uniformen.



1956: PARIS

Die französische Metropole sah uns in der Zeit vom 26. bis 29. Juni. Unsere französischen Kameraden hatten vor Erreichen des Ziels einige motorsportliche Prüfungen (3000 km-Rallye, Bergprüfung in den Lyoner Bergen, Geschwindigkeitsprüfungen auf der Rennbahn in Monthelery usw.) in den Vordergrund gestellt. Die Anfahrt ging quer durch Frankreich, so dass Land und Leute hinreichend kennen gelernt werden konnten.

Paris selbst zeigte sich wettermäßig von der besten Seite. In bleibender Erinnerung war der Empfang durch den Stadtpräfekten im "Hotel de Ville" mit anschließender Champagner Party, bei der der Wein wirklich in Strömen floss.


1957: SAARBRÜCKEN

Leider musste die geplante 12. Internationale Polizeisternfahrt nach Saarbrücken aus politischen Gründen ausfallen.


1958: BRÜSSEL

Die "EXPOSITION 58" gab der 13. Internationalen Polizeisternfahrt das Gepräge mit fast 700 Fahrzeugen und über 1.000 Teilnehmern aus 10 Nationen.

Zum ersten Mal hatte die kanadische Polizei eine Abordnung drahtiger "Rocky-Mountains-Policemen" entsandt, die bei dem Festabend mit großem Ball im Rathaus von St. Gilles - schwarz-rot uniformiert - von den anwesenden Damen ständig "belegt" wurden.

Die Delegierten wählten das erste Präsidium:

Präsident: v. Nienwenborgh Belgien
1. Vizepräsident: Böhme Deutschland
2. Vizepräsident: Haslebacher
Schweiz Sekretär: Malburg Deutschland
Schatzmeister: Schober Österreich

 


 

1959: WIEN

Diese Großveranstaltung ist nicht zu Unrecht als "Sternfahrt der Superlative" bezeichnet worden: Sie wurde von nahezu 2.000 Freunden aus 10 Nationen vom 26. bis 28. Juni besucht. Es waren erlebnisreiche Tage, bei der sich die Donaumetropole und auch die charmanten Wiener Freunde mit ihren noch charmanteren Damen von der besten Seite zeigten.


1960: GARMISCH-PARTENKIRCHEN

Auch diese Sternfahrt mit 1.084 Fahrzeugen aus 12 Nationen mit ihrem großen Auftakt im Olympia-Skistadion muss in jeder Beziehung als gelungen bezeichnet werden. Es war ein großes Fest der europäischen Polizeifamilie, bei dem sich unsere Organisation den Namen "IMPA" (International Motor Police Assoziation) gab.



1961: ROM

Die 16. Internationale Polizeisternfahrt sah uns in der EWIGEN STADT in der Zeit vom 7. bis 10. September mit 608 Fahrzeugen und über 800 Teilnehmern. Alle Veranstaltungen sind in angenehmer Erinnerung geblieben. Höhepunkt war zweifellos der Empfang durch Papst Johannes XXIII. in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo in den Albaner Bergen.



1962: BRÜGGE

Das malerische flandrische Städtchen Brügge in Belgien konnte in der Zeit vom 21. bis 24. Juni mehr als 2.000 Freunde mit über 1.000 Fahrzeugen gastlichen Aufenthalt gewähren. Alle Veranstaltungen waren als erstklassig zu bezeichnen. Damals beschlossen IMPA und IPA eine enge Zusammenarbeit.



1963: REMSCHEID

Erstmalig wurde eine Sternfahrt im größten deutschen Bundesland, Nordrhein-Westfalen, durchgeführt. Sie fand in Remscheid statt - Großstadt im Bergischen Land, am Südrand des Ruhrgebiets gelegen -. Mehr als 2.000 Freunde aus 11 europäischen Ländern waren mit fast 1.000 Fahrzeugen angereist. Bei dieser Sternfahrt wurde u.a. das "IMPA-Informations-Center" gegründet, das seinen Sitz in Remscheid haben sollte, aber nie in Aktion trat. Darüber hinaus wurde beschlossen, eine IMPA-Zeitschrift ins Leben zu rufen, die dann nach mehrmaligem Erscheinen dem Präsidium nur Schwierigkeiten bereitete.



1964: BLACKPOOL

Die 19. Internationale Polizeisternfahrt wurde von unseren Blackpooler Freunden in der Zeit vom 31. August bis 4. September ausgetragen und war ein einmaliges Erlebnis.

Erstmals außerhalb des Kontinents durchgeführt, wurde die Sternfahrt durch den damaligen Berichterstatter sicherlich nicht mit Unrecht als "friedliche Invasion im Geiste der Völkerverständigung" deklariert, weil die 451 Sternfahrer-Fahrzeuge mit ca. 1.600 Mann "Besatzung" aus acht Nationen (u.a. auch USA) im ganzen Land begeistert aufgenommen wurden.

Das bekannte Seebad an der Irischen See bot uns so viel, es sei nur an die Stadtillumination mit fast 1.000.000 Lichtern, an den Festabend und Ball im "Wintergarden" und die große Korsofahrt über die 10 km lange Promenade mit mehr als 50.000 Zuschauern erinnert. Physisch waren wir hier sehr strapaziert.

Auf dem Kongress wurde einstimmig die Änderung des Namens der Organisation von IMPA in IPMC - International Police Motor Corporation - beschlossen, um künftig Verwechslungen mit der IPA - International Police Assoziation - zu vermeiden.

Der Brite Mills wurde zum Präsidenten gewählt, Hilde Hammermeister / Hamburg wurde in das neu geschaffene Amt der Protokollführung gewählt.



1965: THUN

Ins herrliche Städtchen Thun, am gleichnamigen See im Berner Oberland gelegen, führte die 20. Internationale Polizeisternfahrt. Auch an dieser Sternfahrt, die vorzüglich organisiert war, haben sich mehr als 1.000 Fahrzeuge mit 2.000 Teilnehmern aus 10 Nationen beteiligt. Der Wettergott meinte es in der Zeit vom 20. bis 23. September besonders gut, so dass die überaus reizvolle Landschaft primär Betrachtung fand.



1966: HANNOVER

Die Hauptstadt Niedersachsens war im Sommer Ziel der 21. Internationalen Polizeisternfahrt. Auch an dieser Großveranstaltung, in deren Mittelpunkt die alle 10 Jahre stattfindende "Internationale Polizeiausstellung" stand, nahmen mehr als 2.000 Teilnehmer mit über 1.000 Fahrzeugen aus neun Nationen teil. Der Festabend im "Bayern-Haus" auf dem Messegelände war eine würdige Veranstaltung.



1967: ZANDVOORT

Zandvoort, der idyllische Badeort an der holländischen Nordseeküste, nahm uns im Spätsommer auf. Alle 2.000 Sternfahrerfreunde, die mit über 1.000 Fahrzeugen aus neun Nationen teilnahmen, kamen dank der unermüdlichen Bemühungen unserer niederländischen Freunde in jeder Beziehung voll auf ihre Kosten.

Hans Kunz / Wien wurde Präsident der IPMC.



1968: BERLIN

Die 23. Internationale Polizeisternfahrt hatte die (inzwischen wieder) deutsche Hauptstadt zum Ziel. Mehr als 2.000 Freunden der Sternfahrten mit über 1.000 Fahrzeugen aus neun Ländern bekam die sommerliche und bekannte gute "Berliner Luft" ausgezeichnet.

Wir alle waren begeistert, zumal unsere langjährigen Berliner Freunde an jedem Tag neue angenehme Überraschungen bereithielten. Höhepunkt waren die Veranstaltungen bei RIAS und der Festabend im "Prälaten" in Schöneberg mit erstklassigem Programm und so vielen Preisen, dass sich die Tische bogen.

Berlin war wirklich eine Reise wert und selbstverständlich ein echter Höhepunkt in der Geschichte der Internationalen Polizeisternfahrten.

 


 

1969: WIEN

Zum zweiten Mal veranstalteten unsere Wiener Freunde aus Anlass ihres 100-jährigen Bestehens der Wiener Sicherheitswache eine wirklich gelungene Großveranstaltung, die im Sommer stattfand und von 3.000 Sternfahrern aus 10 Ländern mit fast 1.400 Fahrzeugen begeistert aufgenommen wurde.

Unsere unermüdlichen Wiener Kameraden bereiteten uns einen großartigen Festabend in der Wiener Stadthalle, Ausflugsfahrten in alle Richtungen, Weinfest in Grinzing u.ä.m., so dass für jeden etwas geboten wurde. Alles in allem war die großartige Veranstaltung eine wunderbare Fortsetzung der "Sternfahrt der Superlative" aus dem Jahre 1959.



1970: HAMBURG

Anfang Mai nahm die Hansestadt - zum 3. Mal Sternfahrtziel - fast 3.000 Sternfahrerfreunde auf, die mit fast 1.500 Fahrzeugen aus 10 Ländern angereist waren. Die 25. Internationale Polizeisternfahrt fiel in das 50. Gründungsjahr der Sportvereinigung der Polizei Hamburg.

Vier Tage lang wurden wir von den Hamburger Kameraden und auch von der Sonne bestens betreut. Die gut organisierte Helgolandfahrt und der Festabend im Zelt mit vielen internationalen Künstlern werden uns unvergessen bleiben.

Diese Jubiläumssternfahrt hat uns unseren ideellen Zielen wesentlich näher gebracht.



1971: LUZERN

Die 26. Internationale Polizeisternfahrt führte uns nach Luzern. 11 Nationen mit über 2.000 Teilnehmern gingen an den Start.

Immer noch leuchteten die Schneeberge uns entgegen, und der Sonnenschein glitzerte auf dem Vierwaldstätter See, als die Sternfahrer die Zielkontrolle erreichten. Der Nationalrat und die Herren Stadtpräsidenten hatten mit internationaler Eleganz die vielen Teilnehmer aus allen Himmelsrichtungen empfangen. Manche von uns bestaunten die Eiger-Nordwand, andere sonnten sich auf den Bergmassiven, der Großteil unternahm Schiffsfahrten auf dem See. Dieses historische Fleckchen Erde mit seinen Naturschönheiten und seinen traditionsbewussten Menschen schenkte uns Tage des Lernens und des Erlebens.

Ein Heimatabend mit historischer Feldmusik, mit Fastnachtsgestalten und Alphornblasen führte uns in Kameradschaft zusammen.



1972: KASSEL

Es hieß "Ab nach Kassel", und das ließ sich nicht jeder noch einmal sagen. Von weither grüßte der Herkules, stummer Zeuge geschichtlicher Vorgänge und Wahrzeichen der Stadt Kassel, die vielen einfahrenden Fahrzeuge. Bundesgrenzschutz und Jägerbatallion der Bundeswehr hatten das Stadion für uns hergerichtet, und ein internationales Musikfest wurde uns zu Ehren veranstaltet.

Stumm und stolz hielten Polizeikameraden verschiedener Nationen symbolisch Totenwache im Ehrenrund des Auestadions, als das Lied "Ich hatt' einen Kameraden" erklang. Wir alle hatten zuvor am 5. Mai 1972 den Gründer unserer Sternfahrten, Richard Weber, durch einen plötzlichen Herztod verloren.

Italien, Griechenland und Schottland hatten die Einladung für eine Internationale Sternfahrt nicht wahr machen können, und so haben die Stadtväter von Kassel in doppelter Herzlichkeit das Völkchen der Internationalen Polizeisternfahrt gerne aufgenommen. Lichterfest und Wasserspiele mit anschließendem Feuerwerk im Schloßpark Wilhelmshöhe, Sternfahrer-Biwak im Waldecker Forst und ein kilometerlanger Autokorso um die Stadt sind nur einige der herrlichen Erlebnisse, die uns von Kassel geschenkt wurden.



1973: KLAGENFURT

Vom 10. bis zum 13. Mai lockte uns der Frühling von Kärnten im schönen Österreich an und viele, viele Sternfahrer kamen zur 28. Veranstaltung in dieser Reihe. Klagenfurt am Wörthersee mit dem großzügigen Europapark war als Ziel geradezu ideal. Fallschirmspringer eröffneten unser Festival im Beisein der Bevölkerung. Internationales Fluidum rund um den Wörthersee ließ uns die Studienfahrten um und über den See zu einem Erlebnis werden. Alpenausflüge und Bergfahrten führten die Sternfahrer in zauberhafte Regionen. Auch diese Sternfahrt hatte wieder ein Präsidiumsmitglied aus der "Gründerzeit" zu beklagen: Fritz Malburg starb am 11.08.1972.



1974:

Wilhelmshaven hatte seine Zusage plötzlich zurückgenommen, Kassel lud zu einer großzügig angelegten Zielfahrt ein. Im Rahmen des Internationalen Polizeimusikfestes fanden sich mehr als 500 Polizeisternfahrer ein. Der in 1973 in Pörtschach aus Zeitgründen abgebrochene Kongress konnte hier in Kassel erfolgreich abgeschlossen werden. Die Wahl der Präsidiumsmitglieder erfolgte einstimmig: Präsidenten Kunz / Wien, Schalles / Kassel und Bosmans / Brüssel, Sekretär Huez / Luzern, Schatzmeister Schober / Krumpendorf, Protokollführerin Hammmermeister / Hamburg.

 


 

1975: MANNHEIM

Es trafen 1.500 Teilnehmer zu dieser 29. Internationalen Polizeisternfahrt in Mannheim ein (17. bis 20. September). Goldenes Herbstwetter lag über dem US-Sportstadion, als die Kraftfahrzeuge einfuhren. Für die Delegierten gab es einen Empfang im Kurfürstenschloß durch den Oberbürgermeister Dr. Ratzel, ein Blumenkorso führte von Ludwigshafen nach Mannheim.

Am 20. Oktober 1975 verstarb der Präsident der IPMC, Hans Kunz. Viele Freunde gaben ihm das letzte Geleit. Die große Anteilnahme zeigte, wie beliebt Hans Kunz war.



1976: ST. ETIENNE

Es hatte sich kein Polizeisportverein als Ausrichter rechtzeitig finden können. So hatte IPMC-Präsident Schalles mit seiner Kasseler Mannschaft die Initiative übernommen, mit dem Fremdenverkehrsbüro in St. Etienne eine Sternfahrt nach Frankreich durchzuführen. Landschaftlich war es eine schöne Fahrt für die Teilnehmer, zu stempeln gab es die Route "Napoleon", was vielen Teilnehmern große Freude bereitete. Aus Polizei- und Sternfahrer-Sicht war die Organisation in St. Etienne etwas mager, aber da wir Sternfahrer unbedingt einmal nach Frankreich wollten, können wir der Kasseler Crew dankbar sein, dass sie sich aus weiter Entfernung für das Zustandekommen einer Internationalen Polizeisternfahrt engagiert hatten.

Die Delegierten wählten Georg Schalles zum Präsidenten, Georg Schober wurde sein Vertreter, Stefan Malle / Krumpendorf wurde Schatzmeister.



1977: LEIDEN

Die Polizei Leiden / NL lud für die Zeit vom 11. bis 14. Mai zur 31. Internationalen Polizeisternfahrt ein. 997 gemeldete Fahrer und insgesamt fast 3.000 Teilnehmer nahmen an dieser schönen Frühlings- und Tulpenfahrt teil. Das Organisationskomitee hatte mit unendlicher Liebe und Begeisterung diese Sternfahrt ausgerichtet, und so gab es nur fröhliche Gesichter.



1978: BAMBERG

Vom 12. bis zum 15. Juli wurde die 32. Internationale Polizeisternfahrt vom Polizei-SV Bamberg ausgerichtet. Über 1.000 Teilnehmer aus 10 Nationen folgten der Einladung der Organisatoren. Wir freuten uns über die 1000-jährige Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten.



1979: FLORENZ

Endlich kam eine Einladung aus Italien: das Traumziel aller Nordeuropäer! Florenz hatte in die schönste kulturgeschichtliche Stadt der Medici vom 29. August bis 1. September eingeladen. Im Schatten des herrlichen Domes und auf den Spuren Michelangelos studierten fast 1.000 Sternfahrer abendländische Kultur.



1980: BERLIN

Zum zweiten Mal nach 1968 luden uns die Berliner Sportfreunde zu einer Polizeisternfahrt nach Berlin ein. 1.300 Teilnehmer aus 10 Nationen fuhren in die Stadt, "die eine Reise wert ist". Neben den internationalen Begegnungen kam auch der Motorsport nicht zu kurz. Trauer überkam die Sternfahrer, als sie vom Tod des langjährigen Sekretärs der IPMC, Adolf Huez, hörten, der am 31. Juli 1980 verstarb. Von den Delegierten wurde Leo Ineichen / Luzern als sein Nachfolger gewählt. Für den nicht mehr kandidierenden Georg Schober kam Kurt Müller / Wien als 1. Vizepräsident ins Präsidium.



1981: KREMS

Von den Wiener Motorsportfreunden wurde die 35. Internationale Polizeisternfahrt nach Krems / Donau organisiert. Wieder gingen rund 900 Teilnehmer aus 11 Nationen an den Start. Diese kleine Donaustadt wird vielen deshalb in guter Erinnerung bleiben, weil man immer wieder bekannte Gesichter traf.



1982: KASSEL

Wieder hieß es "Ab nach Kassel". Gerne folgten die 1.300 Teilnehmer dieser erneuten Einladung. Höhepunkt waren wieder die internationale Sport- und Musikschau, eine Orientierungsfahrt in einem Bundeswehr-Übungsgelände und das Abschlussfest, bei dem erstmals die teilnehmenden Gruppen Produkte ihrer Heimat anbieten konnten. Ein Experiment, das voll gelang und auch in den nächsten Jahren fester Bestandteil der Sternfahrerabende wurde.

Für den nicht mehr kandidierenden Georg Schalles wurde Kurt Müller zum Präsidenten der IPMC gewählt. 1. Vizepräsident wurde Günter Bender / Kassel, 2. Vizepräsident Roel Paling / Leiden.



1983: ZARAGOZA

800 Teilnehmer scheuten nicht den weiten und strapaziösen Weg in die spanische Stadt Zaragoza. Sehr unterschiedlich waren die Hoffnungen der einzelnen Sternfahrer. Doch selbst die kühnsten Erwartungen wurden noch übertroffen, es wurde ein Programm der "Superlative" geboten. So mancher Veranstalter mag neidvoll auf die Möglichkeiten der spanischen Motorsportfreunde geschaut haben...

Unvergessen bleiben der Stierkampf und der Abschlussball im Nobelhotel Palafox.

Wegen einer schweren Erkrankung konnte der neugewählte Präsident Kurt Müller nicht teilnehmen. Die Geschäfte der IPMC wurden von diesem Zeitpunkt an vom 1. Vizepräsidenten Günter Bender / Kassel geführt.

Eine Umbesetzung gab es im Präsidium: die langjährige Protokollführerin, Hilde Hammermeister, kandidierte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr, die Delegierten entschieden sich für Barbara Krambeer aus Hamburg als ihre Nachfolgerin.



1984: LUZERN

Auch Luzern lud zum zweiten Mal zu einer Sternfahrt ein. 1.046 Sternfahrer aus 10 Nationen fuhren am 18. September an den Vierwaldstätter See. Aus Deutschland reisten 671 Sternfahrer an, aus Österreich 191, aus der Schweiz 82, aus Italien 44, aus Spanien 23, aus England 15, aus Belgien 11, aus den Niederlanden 5, aus Finnland (!) 3 und ein Team meldete sich aus den USA. Erstmalig begann die Sternfahrt mit einem bunten Eröffnungsabend in der Halle "Allmend". Auch der Abschlussabend mit der Siegerehrung wurde an gleicher Stelle abgehalten. Die Resonanz der Sternfahrer zeigte, dass diese Form der Begegnung in Zukunft eine Chance hat.

 


 

1985: KÖLN

Nach 23 Jahren war Nordrhein-Westfalen wieder Gastgeber eine Polizeisternfahrt. Die Kölner Sportfreunde wollten uns die Domstadt näher bringen. 900 Teilnehmer aus 11 Nationen waren vom 12. bis zum 15. Juni Gäste ihrer Stadt. Eine Fahrt mit dem Sambazug nach Rüdesheim, Fahrten in die Umgebung und eine Dampferfahrt auf dem Rhein waren die Höhepunkte dieser Veranstaltung. Für unsere Motorsportler wurden Geschicklichkeitsturniere für PKW's und Kräder durchgeführt. Auch hierbei war das Interesse groß, so dass diese Turniere wohl in Zukunft Bestandteil jeder Internationalen Polizeisternfahrt sein werden.

Hier wurde Günter Bender mit großer Mehrheit zum Präsidenten der IPMC gewählt, 1. Vizepräsident wurde Roel Paling, 2. Vizepräsident Franz Lang / Wien.



1986: LEIDEN

Ebenfalls zum zweiten Mal kamen am 21. Mai 900 Sternfahrer aus 11 Nationen zur 40. Internationalen Polizeisternfahrt zusammen. Ein Länderabend, der Besuch des Vogelparks "Avifauna", die Eröffnung des neuen Polizeipräsidiums, ein internationaler Fußballwettkampf (IPMC gegen die niederländische Polizei-Nationalmannschaft 0 : 8), eine internationale Polizeimusikschau und ein Trachtenkleiderumzug durch das Zentrum der Stadt Leiden standen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Unsere Motorsportler konnten bei Geschicklichkeitsturnieren (PKW und Kräder) ihr Können unter Beweis stellen. Die Weichen für eine IPMC-Europameisterschaft wurden in Leiden gestellt.



1987: MÜNCHEN

Nach 1954 lud München zum zweiten Mal zu einer Sternfahrt ein. Nach einem Beschluss des IPMC-Präsidiums vom 10.04.87 wurde der erste von vier Läufen der IPMC-Europameisterschaft durchgeführt. Für die Automobilisten stand ein Slalom auf gestellten Fahrzeugen von BMW auf dem Programm. Die Kradfahrer starteten zu einem Geschicklichkeitsturnier. Erstmals wurde die Sternfahrt an nur drei Tagen durchgeführt, was letztlich doch zu einigen Problemen führte. 850 Sternfahrer aus 11 Nationen waren vom 9. bis zum 11. Juli zu Gast in München.



1988: BREMEN

Aus Anlass ihres 25-jährigen Bestehens richtete die IPA-Verbindungsstelle Bremen die 42. Internationale Polizeisternfahrt aus und hat damit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Beziehungen IPA und IPMC geleistet. 825 Sternfahrer wurden am 14. September von Innensenator Bernd Meyer auf der Bürgerweide begrüßt.

Der 2. Lauf der IPMC-Europameisterschaft wurde durchgeführt: Für die Automobilisten eine Orientierungsfahrt und für die Kradfahrer ein Turnier. Die feierliche Siegerehrung in der Stadthalle am letzten Abend wird vielen unvergessen bleiben.



1989: BASEL

Zum 2. Mal nach 1953 kamen am 12. September 807 Sternfahrer aus 11 Nationen zur 43. Internationalen Polizei-Sternfahrt zusammen. Das Organisationsteam präsentierte uns ein abwechslungsreiches Programm, so dass alle Sternfahrer auf ihre Kosten kamen. Für unsere Sportfahrer stand der 3. EM-Lauf an: In beiden Sparten musste ein Geschicklichkeitsturnier gefahren werden. Opel und Kawasaki stellten dazu die Fahrzeuge zur Verfügung.



1990: ZARAGOZA

Die Sternfahrt der Superlative von 1983 konnte nicht wiederholt werden. 803 Sternfahrer machten sich trotz des hohen Nenngeldes auf den Weg nach Spanien. Ihnen wurde wieder ein abwechslungsreiches Programm geboten, so durfte auch ein Stierkampf nicht fehlen.

Als sportlicher Höhepunkt wurden am 7. September die ersten IPMC-Europameister geehrt:

PKW Einzel: Hans-Werner Lorenz - PSV Aachen
Motorrad Einzel: Thomas Schram - PSV Linz
PKW Mannschaft: IPA Düsseldorf
Motorrad Mannschaft: PSV Linz



1991: LIGNANO

Italien lud wieder zu einem Treffen ein. Lignano an der Adria war vom 8. bis zum 12. Mai Ausrichter. Leider war der Wettergott nicht auf unserer Seite. Trotzdem hatten die 800 Teilnehmer Gelegenheit, Land und Leute näher kennenzulernen. Günter Bender wurde Ehrenpräsident und mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt, da sich kein Delegierter bereit erklärte, für dieses Amt zu kandidieren. Neu ins Präsidium wurde Adolf Lepka / Linz für Franz Lang gewählt.



1992: BUDAPEST

Zu Beginn des Jahres machte sich Trauer breit: Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb die Protokollführerin der IPMC, Barbara Krambeer.

Zum ersten Mal war ein Land Ost-Europas Gastgeber der Internationalen Polizeisternfahrt. Vom 5. bis zum 8. Mai kamen 850 Sternfahrer in Budapest zusammen - auch aus anderen osteuropäischen Ländern!!! Dem Ehrenpräsidenten der IPMC, Günter Bender, ist damit ein wesentlicher Schritt zur internationalen Verständigung gelungen!

Im Präsidium gab es eine wesentliche Umbildung: Roland Ritschard aus Basel löste Günter Bender als Präsident ab. Gerd Zabbee / Kassel (Protokollführung) und Rudolf Hecher / Krumpendorf (Schatzmeister) kamen neu ins Präsidium.

 


 

1993: LINZ

1.100 Polizei-Motorsportler kamen Ende August zur 47. Internationalen Polizeisternfahrt in die oberösterreichische Landeshauptstadt Linz. Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck: "Was der Polizei in Europa bereits gelungen ist, versuchen wir Politiker noch zu erreichen." Erstmals beteiligten sich Teams aus Polen und der Ukraine an der Polizeisternfahrt. Die Mannschaft aus Ungarn war mit 42 Teilnehmern stärker als die Gruppen aus Italien und Spanien!

Trauer machte sich auch in diesem Jahr breit: Georg Schalles, langjähriger Präsident der IPMC verstarb nach langer Krankheit im Alter von 71 Jahren.



1994: RUHRGEBIET

771 Sternfahrer kamen am 28. Juni ins Ruhrgebiet und mussten schnell feststellen, dass sich diese Region heute ganz anders darstellt, als man es vermutet hatte. Der Wettergott tat sein übriges dazu. Erstmals in der Geschichte der IPMC stellte sich eine Region als Ziel vor. Veranstaltet wurde dieses 48. Treffen von den Polizeimotorsportclubs aus Bochum, Duisburg, Gelsenkirchen und Mülheim an der Ruhr. Ein Experiment, das letztlich doch gelang!

Als sportlicher Höhepunkt wurden am 1. Juli die zweiten IPMC-Europameister geehrt:

PKW Einzel: Franz Pintarich - PSV Wien
Motorrad Einzel: Thomas Schram - PSV Linz
PKW Mannschaft: PSV Wien
Motorrad Mannschaft: PSV Linz

Neu ins Präsidium wurde Christian Rosner / Wien als Sportleiter gewählt.



1995: TORUN

Zum zweiten Mal nach 1992 war eine Stadt Osteuropas Gastgeber der Internationalen Polizeisternfahrt: Torun in Polen. Über 900 Sternfahrer gaben am 18. Juli ihre Bordkarten bei der Zielkontrolle ab. Nach nur zweijähriger Vorbereitungszeit präsentierten uns die polnischen Kollegen eine ausgezeichnete Sternfahrt. Fahrten nach Danzig und Warschau sowie in die nähere Umgebung gehörten ebenso zum Programm wie ein Korso durch die Innenstadt von Torun und die ersten Läufe der neuen Europameisterschaftsrunde.



1996: MÜNCHEN

Zum dritten Mal nach 1954 und 1987 lud der PMC München zur Jubiläums-Sternfahrt ein. Es war die 50. im Reigen der Internationalen Polizeisternfahrten. Dazu organisierte die IPMC eine Ausstellung über diese Sternfahrten. Leider war die Ausstellungsfläche viel zu klein, so dass manche Exponate nicht gezeigt werden konnten. Liesel Malburg, Ehefrau des 1. IPMC-Sektretärs, stellte ihre Vorkriegsplaketten zu Verfügung und anschließend gab sie diese in den Besitz der IPMC, ebenso die übrigen Plaketten, die aus Basel beigesteuert wurden.

Manfred Reber aus Basel wurde neuer Sekretär der IPMC, Leo Ineichen ernannte man zum Ehrenmitglied.



1997: TRAMIN

Trauer machte sich kurz vor der Sternfahrt breit: Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb der Schatzmeister der IPMC, Rudolf Hecher.

1.128 Sternfahrer folgten der Einladung der Südtiroler Sportfreunde ins kleine Dorf Tramin. Ausflugsfahrten, Europameisterschaftsläufe und der Delegiertenkongress standen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung.

Adolf Lepka / Linz wurde zum Präsidenten gewählt, Heinz Fiedler / Bremen wurde neuer 2. Vizepräsident. Mit Roland Ritchard / Basel ernannten die Delegierten einen weiteren Ehrenpräsidenten.



1998: GRAZ

880 Sternfahrer aus 14 Nationen erreichten im August die Landeshauptstadt der Steiermark., Graz. In einem riesigen Gelände rund ums "Schwarzl-Freizeitzentrum" konnte die Sternfahrt durchgeführt werden. Wieder einmal stand die Halle während der gesamten Sternfahrt den Sternfahrern zur Verfügung. Auch ein reiner Auto- und Motorradkorso konnte in Österreich wieder zur Durchführung gelangen.

Als sportlicher Höhepunkt wurden am 28. August die dritten PMC-Europameister geehrt:

PKW Einzel: Alfred Fischer - PSV Linz
Motorrad Einzel: Robert Krack - PMS Kassel
PKW Mannschft: PSV Wien
Motorrad Mannschaft: PSV Linz

Neu ins Präsidium kam als Schatzmeisterin Christa Pangerl aus Linz. Somit hat das Präsidium nach langer Zeit wieder einmal seine "Quotenfrau"!



1999: BUDAPEST

Zum zweiten Mal lud die ungarische Polizei zur Internationalen Polizeisternfahrt ein und 905 Sternfahrer fanden den Weg nach Budapest. Den Organisatoren um Dr. Hatala gelang es, diese Sternfahrt nahtlos an die vergangene anzufügen. Erstmals in der Geschichte der IPMC konnte eine Wahl nicht durchgeführt werden, weil ein Formfehler dem entgegen sprach. So wurde der Budapester Kollege, Endre Balogh, als Sekretär ins Präsidium berufen.

 


 

2000: LEIDEN

Zum dritten Mal nach 1977 und 1986 haben die Leidener Kollegen zu einem internationalen Treffen eingeladen. 795 Sternfahrer erreichten das Ziel an den Groenoordhallen. Beim Delegiertentag konnte das Präsidium die IPMC Internetseite vorstellen, die aufgrund der Initiative von Adi Lepka aufgebaut wurde: www.ipmc.org.

Präsident Adolf Lepka musste aus gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgeben. Nachfolger als Präsident wurde Reinhard Moser aus Innsbruck. Endre Balogh aus Budpest wurde zum IPMC-Sektretär gewählt.



2001: SOTSCHI

Erstmals in der 70-jährigen Geschichte der IPMC führte uns eine Sternfahrt weit in den Osten: nach Russland ans Schwarze Meer. Nicht nur diese Sternfahrt wird allen in Erinnerung bleiben, sondern auch die unerträgliche Hitze mit der extrem hohen Luftfeuchtigkeit! Die Veranstalter um Iwan Kusmenko präsentierten eine hervorragende Sternfahrt: Eröffnungs- und Abschlussabend boten ein tolle Showprogramme. Alles lief rund und die Devise "no problem" bestätigte sich letztendlich. 551 Sternfahrer aus 11 Nationen erreichten zum Teil auf dem Landweg, zum Teil auf dem Luftweg Sotschi. 1 Mannschaft kam aus Nowosibirsk, die damit das Tor nach Asien aufgemacht hat...

Auf dem Delegiertenkongress wurde Thomas 0ttiger zum 1. Vizepräsident gewählt, Roel Paling schied nach 19-jähriger Tätigkeit aus dem Präsidium aus.



2002: BARI

Zum fünften Male nach Rom, Florenz, Lignano und Tramin trafen sich Europas Polizei-Motorsportler in Italien. Bari war Ausrichter dieser 56. Internationalen Polizeisternfahrt. Die Verantwortlichen haben den Reiseveranstalter „Baricentro" mit der Durchführung dieser Veranstaltung beauftragt, und dabei ist der eigentliche Sternfahrtgedanke von Richard Weber verlorengegangen. 830 Sternfahrer erreichten die süditalienische Hafenstadt.

Als sportlicher Höhepunkt wurden am 29. Juni die vierten IPMC-Europameister geehrt:

PKW Einzel: Jürgen Stange - PMC Bochum
Motorrad Einzel: Robert Krack - PMS Kassel
PKW Mannschaft: PSV Wien
Motorrad Mannschaft: GSV Steiermark

 

2003: INNSBRUCK

Nach 2-jähriger Pause fand 2003 wieder eine Internationale Polizeisternfahrt in Mitteleuropa statt. Die Motorsportsektion des PSV Innsbruck hatte zu dieser Veranstaltung eingeladen. Ein Club, der vor 9 Jahren seine erste Sternfahrt im Ruhrgebiet / D erlebt hatte, war von der Idee so begeistert, dass man selbst zur Tat schreiten wollte. Und mit IPMC-Präsident Reinhard Moser an der Spitze des OK sollte eigentlich nichts schief gehen...

830 Sternfahrer erreichten die Landeshauptstadt von Tirol. EM-Läufe, Ausflugs- und Motorradfahrten und die geselligen Veranstaltungen standen wieder einmal im Mittelpunkt. Die hohen Temperaturen und eine rundum gelungene Veranstaltung werden bei allen Sternfahrern im Gedächtnis bleiben.

Beim Delegiertenkongress wurden Präsident Reinhard Moser und der 2. Vizepräsident, Heinz Fiedler, wieder gewählt.



2004: TORUN

Zum zweiten Male nach 1995 trafen sich Europas Polizei-Motorsportler in Torun / PL zur 58.Internationalen Polizeisternfahrt. Leider gingen nur 481 Nennungen aus 10 Nationen beim Veranstalter ein.

Zum Programm der Sternfahrt gehörten neben diesen sportlichen Wettbewerben auch Ausflugsfahrten und ein PKW-Krad-Korso der Sternfahrtteilnehmer durch Torun, was von der heimischen Bevölkerung mit sehr viel Interesse und Begeisterung aufgenommen wurde.

Neu ins Präsidium der IPMC kam als 2. Vizepräsident der Erfurter Kollege Jörg Frömer. Frömer ist Sportbeauftragter im Innenministerium des Landes Thüringen und Vertreter des Landes Thüringen des Polizeisportkuratoriums. Wieder gewählt wurden der 1. Vizepräsident Thomas 0ttiger und Schatzmeisterin Christa Pangerl.



2005: KIEW

Zum ersten Mal trafen sich die Sternfahrer in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Leider gingen wieder nur 485 Nennungen aus 10 Nationen beim Veranstalter ein.

Zum Programm der Sternfahrt gehörten neben diesen sportlichen Wettbewerben auch Ausflugsfahrten und ein PKW-Krad-Korso der Sternfahrtteilnehmer durch Kiew, was von der heimischen Bevölkerung mit sehr viel Interesse und Begeisterung aufgenommen wurde. Trotz einiger Mängel wird die Sternfahrt allen Teilnehmern in sehr guter Erinnerung bleiben. Man wird sich gerne an die heißen Tage von Kiew zurückerinnern!

Innerhalb des Präsidiums kam es zu einigen Umbesetzungen: 1. Vizepräsident wurde Jörg Frömer aus Erfurt, 2. Vizepräsident Endre Balogh aus Budapest. Thomas 0ttiger wurde Sekretär der IPMC. Wieder gewählt wurde Gerhard Zabbee aus Kassel als Protokollführer.



2006: GELSENKIRCHEN

Zum zweiten Mal nach 1994 führte der Weg der 808 Sternfahrer ins Ruhrgebiet - nach Gelsenkirchen. Die Motorsportabteilung des Polizei-SV unter der Schirmherrschaft des Gelsenkirchener Polizeipräsidenten Rüdiger von Schoenfeldt hatte zu der 60. Internationalen Polizeisternfahrt eingeladen. Ausflüge durchs Ruhrgebiet, zum Archäologischen Park nach Xanten und zur Ski-Halle nach Bottrop sollten den Sternfahrern diese Region näher bringen. Aber auch der Wettergott blieb nicht untätig: er stellte das Thermometer ganz weit nach oben!

Im Mittelpunkt stand der 4. Lauf der EM-Runde 2003 - 2006. Da der Veranstalter die Führenden sowohl im PKW- als auch im Krad-Wettbewerb zum Schluss starten ließ, blieb es spannend bis zur letzten Runde.

Am 28. Juli wurden dann die 5. IPMC-Europameister geehrt:

PKW Einzel: Thomas Schram - PSV Linz
Motorrad Einzel: Robert Krack - PMS Kassel
PKW Mannschaft: PSV Linz
Motorrad Mannschaft: LPSV Steiermark

Leider war am Abschlussabend ein Sammler unterwegs und nahm den linken Banner der IPMC-Fahne mit. Bis heute ist er nicht wieder aufgetacht, das Präsidium ist aber sicher, dass dieser Sammler diesen Banner zurückschicken wird....



2007: ERFURT

Erstmalig trafen sich Europas Polizei-Motorsportler in der Thüringischen Landeshauptstadt zur 61. Internationalen Polizeisternfahrt. 708 Nennungen aus 11 Nationen gingen beim Veranstalter ein. Das Organisationsteam um Jörg Frömer bot den Sternfahrern wieder ein umfangreiches Programm: Ausflugsfahrten, die Europameisterschaftsläufe auf dem Domplatz, für den Nachwuchs ein Fahrrad-Geschicklichkeitsturnier und der Korso durch die Innenstadt. Auf dem Delegiertenkongress wurden Jörg Frömer als Vizepräsident und Christa Pangerl als Schatzmeisterin wiedergewählt.

 


 

2008: GRAZ

Nach 1998 war die Landeshauptstadt der Steiermark, Graz, wieder Gastgeber der 62. Internationlaen Polizeisternfahrt. 698 Sternfahrer aus 11 Nationen erreichten das Zeil am "Schwarzl-Zentrum". Ausflugsfahrten und die IPMC-EM waren der Mittelpunkt der Sternfahrt. Auf dem Delegiertenkongress wurde Thomas 0ttiger als Sekretär für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt. Als sein Nachfolger kam Tobias Zehnder aus Basel als Beisitzer ins Präsidium. Gerhard Zabbee wurde als Protokollführer wiedergewählt.

Trauer machte sich breit, als wir vom Tod der langjährigen Protokollführerin (1964-1983), Hilde Hammermeister, hörten. Sie verstarb am 1. Februar im Alter von 88 Jahren. 2006 war sie letztmalig in Gelsenkirchen im Kreise der Sternfahrer und wurde für ihre 35. Sternfahrt ausgezeichnet.



2009: DANZIG

Nach 1931 war Danzig nunmehr zum 2. Mal Gastgeber des Internationalen Polizistentreffens. Doch nur 554 Sternfahrer zeigten Interesse an dieser Veranstaltung. Leider gab es auch viele organisatorische Pannen bei den vielen Veranstaltungen: Rundfahrten per Bus oder Motorrad, die Europameisterschaftsläufe, der Korso durch die Fußgängerzone.

Aus dem Präsidium verabschiedet wurde Franz Lang, der beim Abschlussabend mit einer Ritschka aus der Halle gefahren wurde. Neu ins Präsidium wurde Christian Sägesser als Pressereferent berufen, sein Vorgänger Klaus-Peter Reimer übernimmt nun die Aufgaben des Beisitzers. Präsident Reinhard Moser und Vizpräsident Endre Balogh wurden in ihren Ämtern bestätigt.



2010: DEBRECEN

Die 64. Internationale Polizeisternfahrt wurde von der Polizei Debrecen veranstaltet. 575 Sternfahrer kamen Anfang August in die zweitgrößte Stadt Ungarns im Osten des Landes. Auf dem Kongress wurden der 1. Vizepräsident Jörg Frömer, die Schatzmeisterin Christa Pangerl und der Sportleiter Christian Rosner in ihren Ämtern bestätigt.

Im Mittelpunkt stand der 4. Lauf der EM-Runde 2007 - 2010.

Am 6. August wurden dann die 6. IPMC-Europameister geehrt:

PKW Einzel: Roman Schmid - PSV Wien
Motorrad Einzel: Alfred Fischer – PSV Linz
PKW Mannschaft: PSV Wien
Motorrad Mannschaft: BRFK Budapest



2010: HAMBURG (80 Jahre IPMC)

Die International Police Motor Corporation (IPMC) feierte am Samstag, 6. November 2010, in Hamburg in Zusammenarbeit mit dem ADAC Gau Hansa ihr 80 jähriges Bestehen.

Für dieses Jubiläum ist eine spezielle [Internetseite] zur Geschichte der IPMC erstellt worden. Schauen Sie sich doch diese Homepage einmal an und entdecken Sie Interessantes aus den letzten Jahren der IPMC.

 


2011: VLADIMIR

409 Sternfahrer machten sich auf den weiten Weg nach Vladimir, rund 200 km östlich von Moskau. Trotz einer intensiven Vorbesprechung musste das Präsidium erkennen, dass diese Sternfahrt nicht frei von organisatorischen Mängeln war.

Auf dem Delegiertenkongress schieden Gerd Zabbee und Thomas Ottiger aus dem Präsidium aus – und von den Delegierten wurden als Generalsekretär Tobias Zehnder (PMC Basel) und als Protokollführer Thomas Meier (PSV Gelsenkirchen) gewählt.

2012: GRUDZIADS

Zum 4. Mal trafen sich die Sternfahrer in Polen. 452 Teilnehmer kamen nach Graudenz. Beim Delegiertenkongress wurde Reinhard Moser als Präsident in seinem Amt bestätigt. Endre Balogh stand für eine weitere Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung, für ihn kam Tommi Gönc als 2. Vizepräsident ins Präsidium. 


Abschließende Worte:

Soweit die Chronik der Internationalen Polizeisternfahrten. Natürlich können nicht alle Ereignisse und Veranstaltungen in dieser Übersicht erscheinen, dies würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Ich hoffe aber, die richtige Auswahl getroffen zu haben.

Der Wunsch aller Präsidiumsmitglieder ist es, dass die Idee Richard Webers auch in Zukunft fortgeführt wird und dass das Interesse an dieser Veranstaltungsreihe auch bei den jungen Leuten geweckt wird. Nur so kann die International Police Motor Corporation fortbestehen. 

Diese Chronik wurde zusammengestellt von Klaus-Peter Reimer unter Verwendung der Unterlagen von Walter W. Steinke, Rolf Weinberger, Herbert Hilger und Hilde Hammermeister.


 

2013: LATSCH / MARTELL

Nach über 10 Jahren kehrte die IPMC wieder nach Italien zurück, genauer gesagt nach Südtirol. Als Standort für die 67. Internationale Polizeisternfahrt wurde das wunderschöne Martelltal im Vinschgau auserkoren. Unterstützt vom Tourismus Latsch-Martell und agilen Einzelpersonen konnte eine herrliche Sternfahrt veranstaltet werden, an der weit über 600 Sternfahrer und Begleitpersonen aus Mittel- und Osteuropa teilnahmen. Beim Delegiertenkongress wurde Klaus Herbert als neuer Pressereferent vorgestellt, Er übernimmt das Amt von Thomas Ottiger, der zwischenzeitlich von Klaus-Peter Reimer vertreten worden war.

2013 war auch die Geburtsstunde der [POLICE MOBIL]. Das Vereinsmagazin erscheint zweimal jährlich und wird an Mitgliedsclubs kostenlos versendet. Es ist vorwiegend in deutscher Sprache verfasst.

 

2014: LAIBACH

Das gab es in der Geschichte der IPMC noch nie. Die Sternfahrt nach Slowenien schien bis wenige Monate vor dem Termin auf Schiene. Doch der Veranstalter, die IPA Postojina, hatte die Organisation nach bestem Wissen und Gewissen an den AMTK (Automobilclub mit hervorragender Veranstaltungserfahrung) ausgelagert. Wie sich für das Präsidium zu spät herausstellte, war nichts vorbereitet, ganz im Gegenteil, der AMTK stellte Forderungen, die weder vereinbart, noch erfüllbar waren. So blieb nichts anderes übrig, als überwiesene Teilnahmegelder zurückzufordern und die Veranstaltung abzusagen. Bei der noch verbleibenden Zeit war es auch nicht möglich, einen Ersatz zu finden.

 


2015: HEMER

Diesmal veranstaltete der ADAC Westfalen die 68. Internationale Polizeisternfahrt ins Sauerland. Die IPMC wusste sich in guten Händen und wurde nicht enttäuscht. Eine gigantische Lasershow am Eröffnungs- und Abschiedsabend wird wohl allen Teilnehmern lange in Erinnerung bleiben. Auch sonst war alles perfekt organisiert, und das Wetter passte perfekt.

Europameister 2011-2015 KRAD wurde der HRE Budapest, gefolgt vom BRFK Budapest und dem PSV Linz.

Europameister Pkw 2011-2015 wurde der PSV Wien gefolgt vom PSV Linz und dem PSV Gelsenkirchen.

Alle Ergebnisse sind [hier] abrufbar.

Der Delegiertenkongress bestätigte Präsident Reinhard Moser, Generalsekretär Tobias zehnder und Sportkommissar Christien Rosner in ihren Ämtern für weitere vier Jahre. Da der 2. Vizepräsident aus den Statuten gesrichen wurde, bestätigten die Delegierten auch den Vizepräsidenten, die Schatzmeisterin und den Protokollführer bis zu ihrer Neuwahl 2017.

 

2016: LODZ

Eigentlich hätte die 69. Internationale Polizeisternfahrt nach L'viv / Lemberg in die Ukraine führen sollen. Doch wegen des Russland-Ukraine Konflikts schien dies vielen Clubs zu unsicher. Das Präsidium suchte nach Alternativen und wurde beim noch jungen Club 263, den IPA Knight Riders Lodz in Polen fündig. Dieser zeigte sich beim Vorgespräch 2015 interessiert und war bereit, trotz kurzer Vorlaufzeit, die Veranstaltung durchzuführen. Die Gäste gewannen in Polen einen sehr positiven Eindruck von Land und Leuten. Schade war aber, dass der große Polizei-Motorsport-Dachverband MKMRP seine Teilnahme verweigerte, was bei den Offiziellen in Politik und Polizei nicht so gut ankam. Ausgerechnet beim EM-Bewerb spielte das Wetter mit Regenstürmen total verrückt und erschwerte die gerechte Abwicklung sehr. Doch zum Schluss klappte alles.

Ein besonderer Höhepunkt in der Geschichte der IPMC: Die [Richard Weber-Uhr], von deren Existenz bislang niemand gewusst hatte, tauchte auf. Der Eigentümer aus Deutschland bot sie der IPMC zu einem fairen Preis an. IPMC-Freund Alfred Ecker aus Innsbruck sorgte für die Instandsetzung und fertigte ein Glasgehäuse an, damit sie auch ausgestellt werden kann.

 

2017: REGENSBURG

Der Juli ist wettersicher. Das behaupteten zumindest die Veranstalter. Und sie behielten Recht. Mit dem ADAC hatte die IPMC stets einen professionellen und seriösen Partner zur Seite. So auch diesmal in Bayern. Bei der Zieleinfahrt am Neupfarrplatz konnten die Sternfahrer den ersten Blick auf den berühmten Dom genießen. Überhaupt beeindruckte die historische Stadt die Gäste aus nah und fern. Unendlich viele kleine Gaststätten, kurze Wege, gute Anbindungen, bayerische Gemütlichkeit auf Schritt und Tritt. Man musste nie weit gehen, um auf Sternfahrerkameraden zu treffen. Nur am Tag der EM-Läufe auf dem Gelände der Continental-Arena hatte der Wettergott kein Erbarmen. Dafür war die Motorradausfahrt durch den Bayerischen Wald Genuss pur. Aufgrund sinkender Teilnehmerzahlen musste der Veranstalter  präziser kalkulieren. So verzichtete man auf Musik am Eröffnungs- und Abschiedsabend. Dies kam bei den Sternfahrern erstaunlich gut an. Denn nach einem Jahr hat man sich unheimlich viel zu erzählen, und das geht ohne laute Musik einfach besser.

 

2018: FERIENREGION LATSCH MARTELL

Erst vor fünf Jahren führte die internationale Polizeisternfahrt nach Südtirol. Da stellte sich das Präsidium schon ernsthaft die Frage, ob es nicht zu früh für die gleiche Region sein könnte. Eigentlich war Luxemburg ins Auge gefasst worden. Doch erstens konnte dort kein entsprechender Veranstalter mit finanziellem Background gefunden werden. Und zweitens wäre die Veranstaltung speziell für Teilnehmer aus Osteuropa unerschwinglich geworden. Finanzielle Schwierigkeiten in Russland, der Ukraine, Polen und Slowenien machten die Sache für Teilnehmer aus Polizeikreisen nicht ganz einfach. Schlussendlich bestätigten sich diese Probleme dann auch in Form der Teilnehmerzahl von nur gut 300 in Italien. Wenngleich jeder Teilnehmer die Möglichkeit hat, die Preisgestaltung selbst vorzunehmen, da ja nur das Grundgerüst von der IPMC geliefert wird, bleibt die Frage der Leistbarkeit für viele Sternfahrer zentral. Die Ferienregion Latsch-Martell im Vinschgau kam den Teilnehmern preislich sehr entgegen und sorgte für ein Programm, das man nicht leicht vergisst und als Tourist gerne wiederkommen wird.

Eine Premiere in knapp 90 Jahren IPMC gab es auch: Die EM-Bewerbe fanden im Nationalpark Stilfser Joch statt, dort aber mit Elektrofahrzeugen. Die Motorradausfahrt über das Stilfserjoch bis nach Livigno und weiter durch den Kanton Graubünden in der Schweiz bis zurück zum Ausgangspunkt, war unbeschreiblich schön. Begleitet wurden die Sternfahrer aus Sicherheitsgründen von Patrouillen der Carabinieri und der KAPO Graubünden. Wie es sich für eine der bedeutendsten Apfelanbauregionen Europas gehört, bekamen die Sieger der Bewerbe nicht nur herrliche Stahlpokale, sondern jeweils einen Karton Südtiroler Äpfel.

 

2019: OPOLE

August

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