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ES BEGANN IN HAMBURG 1930

Im gleichen Jahr war es, als sich die verantwortlichen Männer der "Sportvereinigung der Polizei Hamburg 1920 e.V." Gedanken darüber machten, wie man die Sportwoche anlässlich des 10-jährigen Vereinsbestehens gestalten sollte. Der Obmann der Motorsportabteilung, Richard Weber, beriet sich lange mit den Mitarbeitern im Vorstand. Man erinnerte sich, dass die Hamburger Polizeibeamten schon einmal ein Kind des Motorsports, die "Nachtorientierungsfahrt", in die Welt gesetzt hatten und sich seitdem als "Erfinder" dieser neuen Sportart betrachten durften. Warum, so sagte man sich an der Waterkant, sollten sich nicht einmal alle jene Polizisten auf dem Kontinent, die längst auf Funk- und Drahtwegen zusammenarbeiten, persönlich kennen lernen? Warum sollten die Funker und die Kraftfahrer, die Revierpolizisten und Kriminalisten nicht wenigstens einmal im Jahr sich mit fahrbaren Untersätzen versehen und sich an einem Orte treffen. Europäische Zusammenarbeit über die trennenden Grenzpfähle hinweg, das war der ehrliche und grundlegende Gedanke der Motorsportabteilung der Sportvereinigung der Polizei Hamburg.

Und diese Idee wurde zur Tat. Die Geburtsstunde der "Internationalen Polizeisternfahrten" war gekommen!

Die 1. Internationale Polizeisternfahrt Hamburg fand vom 27. Mai bis 1. Juni 1930 unter Beteiligung vieler deutscher Polizeiverwaltungen und mit mehr als 500 Teilnehmern aus den nordischen Ländern, aus Österreich und der Tschechoslowakei statt. Noch heute gilt die seinerzeit als Leitsatz aufgestellte Zielsetzung: "Das Zusammentreffen aller motorsportfreundlichen Polizeibeamten des In- und Auslands dient der Aussprache über berufliche und sportliche gemeinsame Interessen, der Förderung des fahrtechnischen Könnens und des verkehrstechnischen Wissens, der Pflege der Kameradschaft und besonders der Freundschaft über alle Ländergrenzen hinweg."

Folgender Artikel erschien am 30.04.1930 in den Hamburger Nachrichten:

"Teilnahmeberechtigt sind die Polizeibeamten Deutschlands und der europäischen Länder und darüber hinaus alle Mitglieder, die einem der in der Obersten Nationalen Sportkommission und der Obersten Motorsportbehörde zusammengeschlossenen Verbände angehören."

"Im Nenngeld in Höhe von 3.-- RM für Motorräder und 5.-- RM für Kraftwagen ist für Polizeiangehörige freie Übernachtung im Polizeihaus eingeschlossen und für alle Teilnehmer freies Parken auf dem Polizeihof Bundesstraße." (Hamburgischer Correspondent vom 4. Mai 1930)

 

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